Die optische Renovierung der Anlage und das wirklich sehr nette, bemühte Angestellten-Personal können leider nicht ansatzweise ausgleichen, was hier menschlich und baulich schiefläuft.
Zur Bauqualität: Die Zimmertüren besitzen keinerlei Schallisolierung. Man hört jedes Wort und jeden Tritt vom Flur so laut im Zimmer, als gäbe es keine Tür. In Kombination mit den Badezimmer-Armaturen, die bei der Ankunft dreckig und völlig verkalkt waren, merkt man schnell, dass hier oberflächlich modernisiert, aber nicht auf Qualität und Tiefenreinigung geachtet wurde.
Der absolute Tiefpunkt ist jedoch der Hotelbesitzer selbst. Seine Präsenz zerstört jeglichen Wohlfühlfaktor. Als weiblicher Gast wird man von ihm ununterbrochen fixiert und mit extrem intensiven Blicken gemustert, sodass man sich auf dem gesamten Gelände permanent beobachtet und unwohl fühlt.
Hinzu kommt eine aggressive Aufdringlichkeit beim Thema Restaurant: Jedes Verlassen des Zimmers wird vom Chef als Gelegenheit genutzt, einen abzufangen und derart penetrant zu belabern, dass es an Nötigung grenzt. Man fühlt sich in dieser Unterkunft schlichtweg nicht mehr frei. Man beginnt irgendwann, den Aufenthalt außerhalb zu planen oder Slalom zu laufen, nur um den unangenehmen Konfrontationen mit diesem Mann zu entgehen.
Das Verhalten des Besitzers ist absolut geschäftsschädigend und macht die eigentlich gute Arbeit seines Personals komplett zunichte.